Hier kannst Du Dich an- oder abmelden und einen Betrag eingeben mit dem du die Aktion unterstützen möchtest.
Herzlich Willkommen! Schön dass du hier bist!
Mein Name ist Alexander und Du bist direkt auf meinem Pilgerblog gelandet.
„Viele Wege führen nach Rom“ heißt eine alte Redensart, die im übertragenen Sinne wohl meint, dass es immer mehrere Möglichkeiten gibt ein Ziel zu erreichen.
Mein persönliches Ziel in den nächsten Monaten ist es, den historischen Pilgerspuren „vom Dom nach Rom“ zu folgen. Also von der hohen Domstadt Köln aus in die „Ewige Stadt“ am Tiber „per pedes“ zu gelangen.

In Köln geboren lebe ich mit meiner Familie jetzt zwar außerhalb von Köln, im Bergischen Land aber immer noch so nah am Kölner Dom, dass er für mich auch zu Fuß erreichbar ist.
Normalerweise beschäftige ich mich mit Planungen, für große und kleine Landschaftsräume, Plätze, Grüne Oasen und Traumgärten, bin gerne in der Natur unterwegs, liebe das Reisen, interessiere mich für fremde Länder und Kulturen und freue mich über spannende Begegnungen. Faszinierend finde ich das seit Jahren zunehmende Interesse an den mittelalterlichen Pilgerwegen. Vor einigen Jahren konnte ich bereits zwei der bedeutendsten Pilgerwege Europas mit dem Fahrrad erleben.
Auf 3.000 km Pilgerweg nach Santiago und 1.900 km Pilgerweg nach Rom konnte ich seinerzeit mit dem Fahrrad nachhaltig beeindruckende zwischenmenschliche und spirituelle Erfahrungen sammeln.
In einem nächsten Schritt durfte ich dann im Jahr 2022 die Pilgerreise von Köln nach Santiago de compostela mit nochmals reduziertem Reisetempo „auf Schusters Rappen“ beschreiten. In diesem Jahr soll nun auch der Weg nach Rom, zu Fuß, über die Via francigena folgen. Meine Reiselust, mein spirituelles Interesse und die Idee von sozialem Engagement versuche ich dabei wieder miteinander zu verknüpfen.
Pilgern
Pilgern (lat. „in der Fremde sein“) ist kein Merkmal einer bestimmten Religion; denn
in allen Weltreligionen werden Pilgerreisen als besondere Beziehungspflege zwischen
Gott und den Menschen verstanden. Pilgern ist immer eine Reise zu sich selbst und so ist es vor allem der Weg und die Art der Fortbewegung die den Pilger von anderen Reisenden unterscheidet.
Im Spätmittelalter brachten sogenannte „Berufspilger“ und der Ablasshandel die Pilgerbewegung in Verruf. Im Zeichen der Reformation wurde das Pilgern in Norwegen sogar zeitweise unter Androhung der Todesstrafe verboten.
Heute wird das Pilgern meist als Reise zu sich selbst und Maßnahme der Entschleunigung verstanden. Pilgern ist dabei sehr individuell geworden und nicht mehr ausschließlich religiös motiviert. Dennoch machen viele Pilger ebenso wie ich selbst, auf Ihrem Weg spirituelle, göttliche Erfahrungen. Die zahlreichen spannenden Begegnungen und interessanten Gespräche mit Menschen vieler Nationen weiten den Horizont und fördern darüber hinaus Rücksicht und Verständnis für andere Kulturen.
Mein Weg auf den Spuren von Sigeric dem Ernsten, Erzbischof von Canterbury
Nach unvergesslichen Pilgererfahrungen auf dem Jakobsweg nach Santiago verfolge ich nun schon seit einiger Zeit das Ziel auch die Via francigena „per pedes“ zu bereisen.
Die Römer schufen bereits sehr früh eine Wegeverbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Norden Europas. Im Jahr 58 n. Chr. weihte Julius Cäsar diese Wegeverbindung als Via Romana ein. Da der Weg als Verbindung nach Norden zu den Franken genutzt wurde entstand später die Bezeichnung „Frankenweg“ (deutsch) oder „Via francigena“ (französisch/italienisch). Im Mittelalter war die Via francigena eine beliebte Handelsstraße und wurde folglich auch als Pilgerroute genutzt. Einer der berühmtesten Pilger war wohl der heilige Sigeric (Sigerich der Ernste).
Zum Erzbischof von Canterbury gewählt, begab er sich im Jahr 990 auf die beschwerliche Reise nach Rom um dort den päpstlichen Segen und das Pallium* zu erhalten. Auf seiner Rückreise führte Siceric ein Tagebuch in dem er die 80 von ihm zurückgelegten Tagesetappen der Via fracigena beschrieb.
1990 wurde dieses Tagebuch von einem italienischen Historiker entdeckt und bildet seitdem die Grundlage für die Wegeführung eines der wichtigsten Pilgerwege nach Rom.
Mein Weg führt zunächst über die historische Römerstraße Via Coloniensis von Köln über Brühl nach Euskirchen und von dort über alte Pilgerwege der Mathias Bruderschaften zum nördlichsten Apostelgrab nach Trier. Über europäische Fernwanderwege geht es dann weiter nach Strasbourg und über Basel bis an den Genfer See. Dort, in Lausanne treffe ich endlich auf die Via francigena die von hier aus zum Großen St. Bernhard Pass, durch das Aosta Tal, das Piemont, die Poebene (Europas größtes Reisanbaugebiet) und durch die Lombardei bis zum Apennin Gebirge führt. In der Toskana verläuft mein Pilgerweg vorbei an malerischen Orten wie Lucca, San Gimignano, Siena, Massa, und Carrara. Die hügelige Gegend des Latiums ist der letzte Abschnitt auf meinem Weg zur „ewigen Stadt“ nach Rom.
Die gesamte Wegestrecke ist ca. 1.900 km lang.
* Band das wie eine Stola über dem Messgewand getragen wird. Wurde den Erzbischöfen vom Papst verliehen.
Meine Reiseroute
Auf dieser Karte findest du meine Reiseroute und außerdem meinen aktuellen Standort. Hier kannst du den Verlauf meiner Reise verfolgen.
Um die gesamte Route anzusehen, verkleinere einfach die Ansicht über das – Zeichen oben links in der Karte.
Benefiztour auf der Via Francigena
Ein Pilgerweg ist aus meiner Erfahrung, in komprimierter Form vergleichbar mit dem Auf und Ab des eigenen Lebensweges. So kann eine Pilgerreise auch immer ein Abbild der Pilgerreise des Lebens sein. Bei uns in Deutschland gibt es zahlreiche Menschen deren Lebenspilgerwege in eine Sackgasse geraten sind und die als Obdachlose heute ganz am Ende der Armutskette stehen und von der Gesellschaft oftmals ignoriert oder vergessen werden.
Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen diese Menschen mit meiner Pilgerreise nach Rom zu unterstützen indem ich Euch dazu einlade, jeden von mir zurückgelegten Kilometer in einem beliebigen Reisabschnitt mit einer Spende an „GULLIVER,“ die Kölner Überlebensstation für Obdachlose zu honorieren. Selbstverständlich kannst du auch einen vorher festgelegten Betrag spenden.
Nach Abschluss der Reise wird der von euch unter dem Stichwort „Vom-Dom-nach-Rom“ eingegangene Betrag bis zu einem gesamten Spendenbetrag von maximal 2500 Euro verdoppelt.
Aktueller Spenden-stand
Blog
Ich bin auf dem Weg
Endlich geht es los. Seit Jahren geplant, in den vergangenen Wochen und Monaten Tag und Nacht darauf hingearbeitet, war es dann am Sonntagnachmittag endlich so weit. Wohl versehen mit dem Pilgersegen der Heimatgemeinde, dem Segen von Familie und guten Freunden und wohltuend eingebettet in unendlich viele gute Wünsche, wurden die ersten Schritte in Richtung eines großen…
Alles startklar
So sollte es eigentlich sein ….. Aber…….natürlich kommt immer genau dann etwas dazwischen wenn man gerade glaubt alle Vorbereitungen vollständig und rechtzeitig getroffen zu haben.Plötzlich ist ein wichtiges Teil der benötigte Ausrüstung – bereits vor Wochen bestellt – nicht mehr lieferbar, beruflich erfordern schwierige Projekte die persönliche Präsenz und kurz vor dem Start winken Kunden…
Kontakt
Bei Fragen kannst Du mich über dieses Kontaktformular erreichen.
Ich freue mich über Deine Nachricht.
Es kommt niemals ein Pilger nach Hause, ohne ein Vorurteil weniger und eine neue Idee mehr zu haben.
Thomas Morus